Historisches

Der 1903 erbaute Gestütskomplex bestand aus den Stallungen, fünf Wohngebäuden für die 16 verheirateten Gestütswärter, den Gestütsoberaufseher und den Gestütsschmied sowie einem Wohnhaus für elf unverheiratete Hilfspferdewärter und der Kantine.

 

1923 wurde das unter militärischer Verwaltung des Freistaates Bayern stehende Landgestüt aufgelöst. Der Staat behielt jedoch noch einige Jahre die Gebäude in seinem Besitz, ehe das Areal in Stadtbesitz überging. Frei werdende Wohnungen wurden überwiegend an Bedienstete staatlicher Institutionen vergeben, ein Stallgebäude an eine Zimmerei vermietet, in anderen Privatpferde untergebracht.

 

Eine neue Ära begann mit der Anlage eines Tiergartens beim einstigen Landgestüt. 1935 wurde das ehemalige Wohnhaus des Gestütsleiters zur Gaststätte des Zoos umfunktioniert. Ab 1933 belegte die Nationale Reitschule einen Teil des Areals. Bis zu ihrer Auflösung im Jahre 1953 war hier auch Augsburgs berittene Polizei untergebracht.

 

Seit 1953 ist hier der Reit-Club Augsburg zu Hause. Auf der Anlage sind derzeit etwa 45 Schul- und Privatpferde untergebracht.